Wissenschaftliche
Studien und Ergebnisse zu
"Komm mit ins Zahlenland"
„Komm
mit ins
Zahlenland“ ist das bislang einzige Zahlenland-Konzept, das
wissenschaftlich evaluiert wurde. Mittlerweile liegen bereits zwei
Studien dazu vor, die jeweils eindeutige Fördereffekte bei den
Kinder nachweisen:
Studie
1 (2003 bis
2005)
PD Dr. Gerhard
Friedrich und Schulpsychologe Horst Munz
Studie 2 (2005 bis
2009)
Prof. Dr. Sabina
Pauen, Entwicklungspsychologin der Universität Heidelberg im
Rahmen des Projekts "Offensive Bildung - Vom Kleinsein zum Einstein"
Studie 1 : PD Dr. Gerhard
Friedrich und Schulpsychologe Horst Munz (2003
bis 2005)
Der Studie lag ein
wissenschaftliches Projekt zugrunde mit dem
Ziel, ein didaktisches Konzept zu entwickeln und zu evaluieren, welches
zum Inhalt hat, den Zahlenraum von 1 bis 10 sowohl in die Lebenswelt
der Kinder als auch in die pädagogische Arbeit im Kindergarten
einzubinden. Das Projekt wurde gefördert vom Ministerium
für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg sowie der
Robert-Bosch-Stiftung und lief vom Frühjahr 2003 bis Sommer 2005
unter der
Leitung von Dipl.-Päd. Dr. Gerhard Friedrich.
Die
bisherigen Projektergebnisse
weisen parallel zu spezifischen
mathematischen Fördereffekten (z.B. Zahlbegriff, Mengen und
Formauffassung) auch eine deutliche Sprachförderung nach.
Außerdem fördert das Zahlenland-Konzept die Kinder in
weiteren Schlüsselkompetenzen wie Wahrnehmung, Konzentration,
Motorik, Rhythmik und Musik.
Bei
den teilnehmenden Kindern wie
bei den ErzieherInnen kommen „Komm
mit ins Zahlenland“-Projekte sehr gut an. Den Kindern
gefällt besonders die Kombination aus Märchen, Spiel und
Musik (z. B. mit den eigens komponierten Zahlenliedern).
ErzieherInnen schätzen vor allem die Alltagstauglichkeit und das
konkrete Rüstzeug, das aber trotzdem offen ist für eigene
Ideen und Kreativität sowie die Effizienz des
Projekts.
Ausführlicher
Projektbericht Im
Projektbericht
(pdf-Datei) von Gerhard
Friedrich und Horst
Munz finden Sie ausführliche Informationen zu Konzept,
theoretischen Hintergründen, Akzeptanz, Untersuchungsdesign und
den Ergebnissen der bisherigen beiden Projektphasen.
Veröffentlichung
der Ergebnisse in "Psychologie in Erziehung und Unterricht" ,der
Fachzeitschrift der Deutschen
Gesellschaft für Psychologie
Gerhard Friedrich, Horst Munz: Förderung
schulischer Vorläuferfähigkeiten durch das didaktische
Konzept "Komm mit ins Zahlenland". In: Psychologie in Erziehung
und Unterricht, 2006, Vol. 53, S. 134-146. Ernst-Reinhardt-Verlag
München Basel.
Hier die Zusammenfassung des
Artikels:
Sollen
Kinder im
Vorschulalter nachhaltige Lernerfahrungen machen, bedarf es dazu
spezifischer didaktischer Konzeptionen. Anhand eines speziell für
diese Altersgruppe entwickelten Konzepts zur Vermittlung elementarer
Mathematik zeigt unsere Studie, dass Vorschulkinder in weit
größerem Umfang als bisher erwartet in der Lage sind, sich
ein fundiertes Grundverständnis des Zahlenraums von 1 bis 10 und
darüber hinaus anzueignen. Wir können des Weiteren
nachweisen, dass der Aufbau mathematischer Handlungskompetenzen von
einem Prozess wachsender Sprachkompetenz begleitet wird. Von besonderer
Bedeutung erscheint dabei der geringe zeitliche Rahmen, innerhalb
dessen die Ergebnisse zu erzielen waren.
Schlüsselbegriffe:
Frühförderung, Elementarpädagogik, "ganzheitliches"
Lernen, Lernfelddidaktik, Mathematikdidaktik, frühe Kindheit und
Lernen, Handlungsorientierung, Experimental-Kontrollgruppen-Design.
Kompletter
Artikel (pdf-Datei)
Studie
2 : "Offensive Bildung - Vom Kleinsein zum Einstein". Prof. Dr.
Sabina Pauen, Universität Heidelberg (2005 bis 2009)
Eine zweite wissenschaftliche Studie,
geleitet von der
Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Sabina Pauen an der Universität
Heidelberg
untermauert die
Fördereffekte von "Komm mit ins Zahlenland".
2005 startete die Initiative "Offensive Bildung" der BASF SE, der Stadt
Ludwigshafen/Rhein sowie der evangelischen und katholischen
Trägerorganisationen. (www.offensive-bildung.de).
"Komm mit ins Zahlenland" gehört zum Teilprojekt "Vom Kleinsein
zum Einstein", das Mathematik und Naturwissenschaften zum Thema hat und
das zwischen 2005 und 2009 von der Universität Heidelberg
wissenschaftlich begleitet wurde.
Eine Zusammenfassung
des Projekts, der Ergebnisse und der Ansprechpartner kann als pdf-Datei
heruntergeladen werden (4 Seiten, hrsgg. von der Offensive Bildung).
Ein ausführlicherer Abschlussbericht
(24 Seiten) ist ebenfalls als pdf-Datei unter www.offensive-bildung.de
unter "Aktuelles" veröffentlicht. Direkter
Link
Kontakt des Projektträgers der Offensive Bildung:
Heinrich Pesch Haus, Kath. Akademie Rhein-Neckar, Ludwigshafen
Ansprechpartnerin: Ulrike Gentner,
Stellvertretende Direktorin
E-mail gentner(at)hph.kirche.org
Tel. 0621-5999172
Literatur
Prof. Dr. Pauen,
S. und Herber, V. (Hrsg.)
Offensive Bildung: Vom Kleinsein zum
Einstein
Cornelsen Verlag Scriptor 2009
Darin:
Ausführliche Beschreibung eines 5jährigen Projekts mit
wissenschaftlicher Begleitung der Universität Heidelberg –-
Entwicklung des mathematischen und naturwissenschaftlichen
Verständnisses von Kindern –- Darstellung verschiedener
Förderkonzepte -– Wissenschaftliche Auswertung der Konzepte mit
positiver Evaluation von „Komm mit ins Zahlenland“ –- Tipps für
die Umsetzung in der Praxis.
Stand:
28.04.2010
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